Vision Paper: Zukunftsentwicklung von XDM
Dieses Dokument beschreibt die zukünftige Weiterentwicklung von XDM und skizziert die Roadmap für die kommenden Monate. Es dient als Orientierung für die Entwicklung und fasst die geplanten Features, Verbesserungen und strategischen Handlungsfelder zusammen.
Der grundlegende Ansatz von XDM basiert auf der Bereitstellung von Testdaten. Dieses Ziel bleibt auch künftig der zentrale Fokus. Gleichzeitig erfordern neue fachliche Anforderungen, technologische Entwicklungen und veränderte Marktbedingungen eine kontinuierliche Weiterentwicklung, damit XDM langfristig wettbewerbsfähig und durchsetzungsstark bleibt.
Dabei sollen Datenquellen einfach an XDM angebunden werden können. Die angebundenen Daten sollen für unterschiedliche Szenarien nutzbar sein: von der klassischen Datenbereitstellung über Anonymisierung und Transformation, die Generierung von Datenbeständen bis hin zur Analyse und intelligenten Suche nach passenden Testdaten. Verallgemeinert formuliert soll sich XDM zu einer technischen Plattform für Daten weiterentwickeln.
XDM soll sich damit von einer primär relational ausgerichteten Plattform zu einer flexiblen, erweiterbaren Plattform für Testdatenbereitstellung, Datenmodifikation, Datenanalyse und nutzerzentrierte Automatisierung entwickeln und auch der Fokus soll nicht rein auf Testdaten ausgerichtet sein.
1. Vision und strategische Stoßrichtung
Die Vision für XDM ist eine Plattform, die Testdaten über unterschiedliche Systemgrenzen hinweg effizient bereitstellen, transformieren, analysieren und intelligent nutzbar machen kann. Dabei stehen drei Ziele im Mittelpunkt:
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Breitere technische Anschlussfähigkeit: Unterstützung heterogener Quellen, Ziele und Datenformate.
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Höhere fachliche Intelligenz: Besseres Verständnis von Datenstrukturen, Zusammenhängen und Qualitätsmerkmalen.
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Mehr Benutzerunterstützung: Reduktion von Einrichtungsaufwand und Bedienkomplexität durch Automatisierung und KI.
Auf dieser Basis soll XDM künftig nicht nur Daten kopieren, sondern Datenkontexte verstehen, Veränderungen gezielt anwenden und Anwender aktiv bei Modellierung, Suche, Bereitstellung und Analyse unterstützen.
2. Nutzen, Potenzial und Vertriebschancen
Durch die hier beschriebenen Erweiterungen, entsteht daraus ein deutlicher strategischer und wirtschaftlicher Mehrwert. Wir positionieren uns damit nicht mehr nur als Anbieter einer Lösung für klassische Testdatenbereitstellung, sondern als Anbieter einer umfassenden Plattform für Datenbereitstellung, Datenmodifikation, Analyse, Anonymisierung und intelligente Nutzerunterstützung.
Die wesentlichen Vorteile für unser Unternehmen sind:
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Erweiterung des adressierbaren Marktes: Durch die Unterstützung heterogener Quellen, Ziele und Formate können wir neben klassischen relationalen Umgebungen auch moderne Datenlandschaften mit NoSQL, Cloud Storage, Dateien und Streaming-Systemen bedienen → Option um weitere Komponenten zu verkaufen.
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Höherer Kundennutzen pro Installation: Kunden können mit einer Plattform mehrere Anwendungsfälle abdecken, etwa Testdatenversorgung, Datenmigration, Anonymisierung, Datentransformation, Wiederverwendung von Datenbeständen und Analyse.
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Stärkere Differenzierung im Wettbewerb: Die Kombination aus Konnektivität, Data Brain, KI-Assistenz und nutzerzentrierter Interaktion hebt unser Produkt klar von rein technischen ETL-, Masking- oder Testdatenwerkzeugen ab.
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Höhere Kundenbindung: Je stärker das Produkt in Datenprozesse, Analyse, Governance und Bereitstellung eingebunden ist, desto größer wird seine strategische Relevanz beim Kunden.
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Neue Umsatzpotenziale: Zusätzliche Module und Funktionen schaffen Möglichkeiten für Up- und Cross-Selling, etwa für KI-Assistenz, Datengenerierung, neue Konnektoren, Analysefunktionen oder spezialisierte Branchenlösungen.
Aus diesen Fähigkeiten ergeben sich zudem neue Anwendungsbereiche, die über das bisherige Kerngeschäft hinausgehen:
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Fachlich orientierte Suche nach Daten ohne tiefes technisches Wissen unabhängig vom Testdaten-Gedanken.
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KI-gestützte Modellierung, Analyse und Konfiguration komplexer Datenlandschaften
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Generierung realistischer synthetischer Daten für Entwicklung, Test, Schulung und Demo-Systeme
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Unterstützung von Migrations-, Integrations- und Modernisierungsvorhaben
Damit eröffnen sich für den Vertrieb neue Chancen in bestehenden und neuen Kundensegmenten. Bestehende Kunden können wir gezielt von einer Testdatenlösung zu einer breiter einsetzbaren Datenplattform weiterentwickeln. Gleichzeitig erhöhen sich die Chancen in Projekten rund um Cloud-Transformation, Datenintegration, Datenschutz, Testautomatisierung und moderne Datenarchitekturen. Insbesondere bei Unternehmen mit heterogenen Systemlandschaften entsteht ein starkes Verkaufsargument: eine zentrale Plattform, die Datenquellen verbindet, Daten intelligent nutzbar macht und Anwender fachlich wie technisch unterstützt.
Insgesamt stärkt die Umsetzung dieser Funktionen unsere Marktposition erheblich. Unser Produkt gewinnt an strategischer Relevanz, erschließt zusätzliche Einsatzfelder und verbessert die Voraussetzungen für Wachstum im Lizenz-, Projekt- und Servicegeschäft.
2.1. Vertriebliche Einordnung
Besonders attraktiv sind Zielkunden mit folgenden Merkmalen:
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viele geschäftskritische Anwendungen
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hohe regulatorische oder datenschutzrechtliche Anforderungen
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komplexe Systemlandschaften mit mehreren Datenquellen
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hoher Testautomatisierungs- oder Integrationsbedarf
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wiederkehrende Migrations- oder Transformationsprojekte
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Fachbereiche, die schneller und unabhängiger an passende Daten kommen müssen
Je nach Positionierung kann XDM daher als Lösung für Testdatenmanagement, Datenschutz, Datenintegration, Migrationsunterstützung oder als intelligente Datenplattform vermarktet werden.
3. Erweiterungen
3.1. Unterstützte Quellen, Ziele und Formate
Bislang ist XDM primär eine auf relationale Datenbanken fokussierte Plattform. Sie bietet umfangreiche Funktionen für die Bereitstellung von Testdaten in relationalen Systemen. Aufgrund konkreter Kundenanforderungen sowie des allgemeinen Trends hin zu alternativen Speicherformen muss künftig jedoch eine tiefere Unterstützung für nicht-relationale Datenbanken und weitere Speichertechnologien geschaffen werden.
Dazu zählen insbesondere:
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NoSQL-Datenbanken
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Dateisysteme
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Cloud-Speicher
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Event- und Streaming-Systeme
Ziel ist es, XDM so weiterzuentwickeln, dass eine breite Palette von Datenquellen und Zielsystemen unterstützt wird. Die Plattform soll Daten aus unterschiedlichen Quellen extrahieren, transformieren und in verschiedene Zielsysteme laden können. Neue Konnektoren sollen bei Bedarf mit möglichst geringem Implementierungsaufwand ergänzt werden können.
Zu den relevanten Standards und Zieltechnologien zählen unter anderem:
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Kafka
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Remote-Dateisysteme
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Blob Storages wie AWS S3 oder Azure Blob Storage
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MongoDB
Neben der Unterstützung unterschiedlicher Quellen und Ziele muss XDM auch verschiedene Datenformate umfassend verarbeiten können. In der Praxis sind Datenlandschaften heterogen und arbeiten mit unterschiedlichen strukturellen und semantischen Formaten. XDM soll diese Heterogenität abstrahieren und eine nahtlose Integration ermöglichen.
Zu den unterstützten Formaten sollen insbesondere gehören:
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JSON
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CSV
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XML
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Avro
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Parquet
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Protobuf
XDM muss dabei nicht nur das Lesen und Schreiben, also das reine Kopieren von Daten, unterstützen. Ebenso notwendig ist die gezielte Modifikation von Datenbeständen über alle unterstützten Quell- und Zielformate hinweg. Gerade im Kontext regulatorischer Anforderungen, etwa aus DSGVO-Sicht, müssen Daten flexibel verändert, anonymisiert oder angepasst werden können. Dabei sollen bestehende Stärken von XDM konsequent weiterverwendet werden.
Ein weiteres zentrales Ziel ist Performance. XDM muss Daten möglichst schnell kopieren und gleichzeitig flexibel mit Strukturunterschieden zwischen Quelle und Ziel umgehen können. Dazu gehört auch die Fähigkeit, Daten zwischen unterschiedlichen Systemen und Formaten zu konvertieren.
3.1.1. Relationale Anbindung
Die höchste Ausbaustufe in diesem Themenfeld ist die vollständige Anbindung relationaler Datenbanken an das neu entwickelte Framework. Damit erhalten Benutzer die Möglichkeit, Daten aus relationalen Datenbanken zu extrahieren, zu transformieren und in andere Zielsysteme zu laden. Dies bildet die Brücke zwischen dem heutigen Funktionsumfang von XDM und der zukünftigen, breiter aufgestellten Plattformarchitektur. Diese Integration wird vermutlich kein Ersatz der bisherigen RLP Copy Tasks darstellen, aber die Anbindung an relationale Datenbanken ist für aufbauende Funktionen wir Analyse, Generierung, etc. von zentraler Bedeutung.
3.1.2. IceBox
Eine wiederkehrende Kundenanforderung ist die Möglichkeit, Daten aus unterschiedlichen Quellen zwischenzuspeichern und später erneut zu verwenden. Ein typischer Use Case besteht darin, Daten zu sichern, um sie zu einem späteren Zeitpunkt in einem Task erneut als Quelle für die Beladung eines anderen Systems zu nutzen.
Für dieses Vorhaben sind grundsätzlich zwei Ansätze denkbar:
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Entwicklung eines geeigneten normalisierten Datenformats zur quellunabhängigen Ablage
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Beschränkung auf eine Speicherung, die nur die Wiederverwendung in gleichartigen Zielsystemen erlaubt
Der erste Ansatz bietet maximale Flexibilität, erhöht jedoch Komplexität und Implementierungsaufwand. Der zweite Ansatz reduziert die Komplexität, schränkt aber die universelle Nutzbarkeit ein.
Für die Ausgestaltung der IceBox müssen insbesondere folgende Aspekte berücksichtigt werden:
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Datenmengen
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Performance
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Speicherformat
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Wiederverwendbarkeit
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Kompatibilität zwischen Quellen und Zielsystemen
3.2. Data Brain
Mit dem Themenfeld *Data Brain- soll die bestehende Idee des *Test Data Finders- grundlegend weiterentwickelt werden. Während der Test Data Finder bislang nur explizit konfigurierte Attribute und Tabellen indiziert, soll künftig ein deutlich tieferes Verständnis der Daten und ihrer Strukturen aufgebaut werden.
Dazu gehören unter anderem:
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Wertebereiche und Werteverteilungen
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Beziehungen zwischen Datenobjekten
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Mengenverteilungen
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Auffälligkeiten und Randfälle
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Strukturelle und semantische Muster
Ein solches erweitertes Datenverständnis schafft mehrere Mehrwerte:
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Erkennen von Mustern und relevanten Zusammenhängen in den Daten
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Gewinn von Erkenntnissen über Datenqualität
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Identifikation von Randfällen oder bislang nicht abgedeckten Fällen
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Aufbau einer fundierten Grundlage für die Generierung realistischer Testdaten
Data Brain bildet damit eine wesentliche Basis für künftige Analyse-, Such- und KI-Funktionen innerhalb von XDM.
3.3. AI Integration
Neben dem Ausbau von Quellen, Zielen und Formaten soll künftig auch die Nutzerunterstützung stärker in den Mittelpunkt rücken. Ein zentraler Hebel dafür ist die Integration von KI an verschiedenen Stellen der XDM-Plattform, um konkrete Probleme aus der Praxis gezielt zu adressieren.
Die KI-Integration soll Anwender insbesondere in folgenden Bereichen unterstützen:
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Suche und Bereitstellung passender Testdaten für Consumer
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Unterstützung bei der Einrichtung von XDM durch Analyse von Umgebungen und Vorschläge zur Modellierung
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Unterstützung bei der Generierung realistischer Testdaten
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Analyse von Fehlern und Problemen in der Datenbereitstellung
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Unterstützung bei Navigation, Bedienung und Setup von Copy-Pipelines
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Beantwortung von Fragen rund um die in XDM hinterlegten Setups zur besseren Übersicht und Analyse von Testumgebungen
Die KI soll dabei nicht als isolierte Funktion verstanden werden, sondern als Assistenzschicht, die bestehende Funktionen von XDM ergänzt und zugänglicher macht.
3.3.1. Daten suchen und bereitstellen
KI kann dazu beitragen, die Datenbereitstellung deutlich zu vereinfachen. Benutzer, die Daten benötigen, formulieren ihre Anforderungen in der Regel aus fachlicher Sicht. Sie kennen jedoch häufig weder die technischen Speicherformen noch die konkreten Datenbanken oder Datenstrukturen, in denen die benötigten Informationen liegen.
XDM soll hier eine fachlich orientierte Interaktion ermöglichen: Anwender beschreiben ihre Anforderungen per Prompt, und XDM übersetzt diese Anforderungen mithilfe von KI in eine Suche nach geeigneten Testfällen. Als Wissens- und Suchgrundlage dient dabei der Test Data Finder beziehungsweise dessen künftige Weiterentwicklung.
Die so ermittelten Testfälle entsprechen den beschriebenen Anforderungen und werden dem Benutzer zur Auswahl angezeigt. Anschließend kann die Suche iterativ weiter verfeinert werden, bis ein zufriedenstellendes Ergebnis erreicht ist. Die ausgewählten Testfälle sollen danach direkt in einem DataShop als Quelle für die Bereitstellung genutzt werden können.
Der wesentliche Vorteil dieses Ansatzes liegt in der Abstraktion technischer Komplexität. Benutzer müssen nicht mehr wissen, wo die Daten physisch liegen, wie sie strukturiert sind, welche Tabellen, Collections oder Dateien relevant sind, oder über welche Prozesse die Bereitstellung erfolgt. Stattdessen können sie ihre fachlichen Anforderungen formulieren und erhalten darauf basierend passende Daten.
Im Hintergrund nutzt XDM die Informationen des Test Data Finders, um geeignete Daten zu identifizieren, und verwendet passende DataShops beziehungsweise Bereitstellungsprozesse, um diese Daten auszuliefern. Dabei bleiben bestehende Sicherheits- und Governance-Mechanismen erhalten:
Benutzer dürfen nur auf Daten zugreifen, für die sie berechtigt sind. Die Bereitstellung erfolgt ausschließlich im Rahmen definierter Zugriffsrechte. Sensible Daten werden durch die Masking-Funktionen von XDM automatisch geschützt. Damit wird sichergestellt, dass Fachanwender Daten effizient nutzen können, ohne sich selbst um technische Details, Berechtigungslogik oder Datenschutzmaßnahmen kümmern zu müssen.
3.3.2. Datengenerierung
Die synthetische Generierung von Testdaten ist insbesondere für komplexe Systeme mit hohem Aufwand verbunden. Voraussetzung dafür ist ein fundiertes Verständnis der fachlichen Entitäten einer Anwendung, ihrer Attribute, ihrer semantischen Bedeutung sowie der Beziehungen untereinander. Für viele dieser Felder müssen geeignete Generierungslogiken oder Algorithmen entwickelt werden, um konsistente und realitätsnahe Daten zu erzeugen.
Um diesen Aufwand zu reduzieren, soll XDM einen pragmatischen und risikoorientierten Ansatz unterstützen: Abhängig von der fachlichen Relevanz einzelner Felder kann entschieden werden, ob diese mit realitätsnah generierten Werten oder mit einfachen Zufallsdaten befüllt werden. Dadurch lässt sich der Erstellungsaufwand gezielt auf die für Tests tatsächlich kritischen Datenbereiche konzentrieren.
Mithilfe von KI soll XDM künftig mit deutlich geringerem Modellierungs- und Implementierungsaufwand in der Lage sein, realistische Testdaten zu generieren. Grundlage dafür ist das Datenmodell der Anwendung in Verbindung mit einer Wissens- und Metadatenbasis in Form des Data Brain. Dieses stellt die notwendigen Informationen über Datenstrukturen, Wertebereiche, Verteilungen, Beziehungen und fachliche Muster bereit, die für eine qualitativ hochwertige Datengenerierung erforderlich sind.
Auf dieser Basis soll XDM Testdaten erzeugen können, die sowohl strukturell konsistent als auch fachlich plausibel sind. Die generierten Daten sollen anschließend in einem Format bereitgestellt werden, das direkt in die von XDM unterstützten Zielsysteme und Datenformate geladen werden kann.
Beispiele hierfür sind:
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JSON zur Bereitstellung in Kafka
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CSV zur Ablage in Dateisystemen
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weitere strukturierte oder binäre Formate für unterstützte Zielplattformen
Damit wird die Datengenerierung zu einem integrierten Bestandteil der XDM-Plattform: von der Analyse des Datenmodells über die KI-gestützte Erzeugung bis hin zur direkten Bereitstellung in den gewünschten Zielsystemen.
3.3.3. Modellierungshilfe durch Mustererkennung
Ein wesentlicher Hemmschuh bei der produktiven Einführung von XDM in größeren Umfeldern ist der Aufwand für die Modellierung von Tabellen und Beziehungen innerhalb der Plattform. Abhängig von Komplexität und Größe der Kundenanwendung kann dieser Aufwand mehrere Personentage bis hin zu mehreren Wochen betragen.
Um diesen Einrichtungsaufwand zu reduzieren, soll KI genutzt werden, um Muster in Tabellenstrukturen und Dateninhalten zu erkennen und daraus Vorschläge für Beziehungen zwischen Tabellen abzuleiten. Diese Vorschläge sollen im Anschluss automatisch in XDM angelegt oder durch Benutzer verfeinert werden können.
Ein möglicher Ansatz besteht in einem Workflow auf Basis von MCP und LLM. Dabei erhält das Sprachmodell Informationen über:
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Tabellen
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Spalten
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Foreign Keys
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optional Beispieldatensätze
Auf dieser Grundlage soll das Modell Hinweise auf potenzielle Beziehungen erkennen, beispielsweise über:
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gemeinsame Spaltennamen
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ähnliche Dateninhalte
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strukturelle Muster
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wiederkehrende fachliche Konventionen
Die vorgeschlagenen Beziehungen können anschließend in einem dialogorientierten Prozess weiter verfeinert und präzisiert werden, bis ein belastbares Ergebnis erreicht ist.
Das Resultat soll automatisiert in Form eines Application Models in XDM übernommen werden, inklusive der erforderlichen DataRelationRules.
Ein vergleichbarer Ansatz ist auch für die Erkennung sensibler Daten denkbar, um Maskierungs- und Anonymisierungsregeln gezielt vorzuschlagen.
3.4. Benutzerinteraktion und Plattformbedienung
3.4.1. Weiterentwicklung des DataShops
Der DataShop ist bereits heute ein zentraler Bestandteil von XDM und für viele Anwender das wichtigste Zugangstor zur Suche und Bereitstellung von Testdaten. Auch künftig bleibt der DataShop ein wesentlicher Baustein der Plattform. Seine Rolle soll jedoch weiterentwickelt werden: weg von einer stark technisch geprägten Bestelloberfläche hin zu einer flexiblen, konfigurierbaren und breiter einsetzbaren Interaktionskomponente.
Ziel ist es, bestehende Restriktionen im aktuellen Ansatz aufzulösen, die Wartbarkeit zu verbessern und gleichzeitig neue Nutzungsszenarien zu ermöglichen. Der DataShop soll dadurch nicht nur einfacher konfigurierbar werden, sondern auch stärker von technischen Implementierungsdetails entkoppelt werden.
Ein zentrales Handlungsfeld ist die heutige Parameter-Modellierung. Aktuell wird die Darstellung eines Formularfeldes auf einer Bestellmaske dadurch bestimmt, dass ein Form-Parameter mit einem Parameter eines zugrunde liegenden Templates, also eines Tasks oder Workflows, verbunden ist. Diese enge Kopplung führt in der Praxis häufig dazu, dass zusätzliche Custom Parameter an XDM-Objekten angelegt werden müssen, obwohl diese nur temporär für die Benutzerinteraktion benötigt werden und fachlich nicht zur eigentlichen Verarbeitung gehören.
Ein weiterer wesentlicher Schwachpunkt ist die derzeitige Formularlogik. Die Regeln dafür, wann Felder sichtbar sind, wann sie Pflichtfelder werden und welche Eingaben zulässig sind, sind bislang typischerweise in zentralen Skripten umgesetzt. Dies erschwert die Pflege und Weiterentwicklung erheblich: Änderungen setzen technisches Spezialwissen voraus, gewachsene Skripte werden schwer wartbar, und Anpassungen an der Formularlogik erhöhen das Risiko unbeabsichtigter Seiteneffekte.
Für die Zukunft wird daher ein Zielbild verfolgt, in dem die Formularlogik weitgehend über die Benutzeroberfläche konfiguriert werden kann. Anwender oder Konfiguratoren sollen in die Lage versetzt werden, typische Anforderungen ohne tiefgehende Skriptkenntnisse umzusetzen. Dazu gehören insbesondere:
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Validierung von Eingabewerten
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Definition von Feldabhängigkeiten
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Steuerung von Sichtbarkeit und Pflichtverhalten
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Anzeige von Fehlern und Hinweisen
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Einschränkung zulässiger Wertebereiche
Damit soll der überwiegende Teil typischer Anwendungsfälle durch Konfiguration statt durch individuelle Skriptentwicklung abgedeckt werden.
Darüber hinaus sollen Formularparameter künftig stärker von der dahinterliegenden Verarbeitung entkoppelt werden. Eingabefelder auf einer Bestellmaske sollen unabhängig davon modelliert werden können, wie ein Task, Workflow oder ein anderer technischer Prozess diese Informationen später verarbeitet. Dadurch wird die Gestaltung intuitiver Benutzeroberflächen erleichtert und die Wiederverwendbarkeit von Formularen verbessert.
Langfristig soll sich der DataShop zudem stärker vom bisherigen Template-Ansatz lösen. Heute basiert die Nutzung im Wesentlichen darauf, dass im Hintergrund ein Task oder Workflow ausgeführt wird. Künftig soll der DataShop als allgemeinerer Interaktionsbaustein gedacht werden, der auch in anderen Kontexten eingesetzt werden kann, in denen strukturierte Benutzereingaben, fachliche Auswahlprozesse und nachgelagerte Aktionen miteinander verbunden werden müssen.
In dieser Weiterentwicklung liegt ein wesentlicher Schritt zur Modernisierung der Plattform: Der DataShop bleibt das strukturierte und geführte Frontend für wiederkehrende Anwendungsfälle, wird dabei aber flexibler, konfigurierbarer und anschlussfähiger für neue Szenarien innerhalb einer umfassenderen XDM-Plattform.
3.4.2. Prompt-Zugang zu XDM
Neben der Weiterentwicklung des DataShops soll auch die generelle Interaktion mit XDM grundlegend vereinfacht werden. Ziel ist es, XDM nicht nur über klassische Benutzeroberflächen und konfigurierbare Formulare nutzbar zu machen, sondern zusätzlich über einen zentralen, in die Plattform integrierten Prompt-Zugang.
Dieser Ansatz geht deutlich über die reine Suche und Bestellung von Daten hinaus. Stattdessen soll der Prompt als universelle Interaktionsschicht für XDM dienen, über die Benutzer unterschiedliche Operationen fachlich und technisch unterstützt ausführen können.
Dazu zählen unter anderem:
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Suchen von XDM-Objekten
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Vergleichen von Konfigurationen
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Aufbau eines besseren Verständnisses über bestehende Setups und Zusammenhänge
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Unterstützung bei der Analyse der vorhandenen Konfiguration
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Erstellen neuer Konfigurationen auf Basis natürlicher Sprache
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Navigation durch die in XDM hinterlegten Modelle, Regeln und Prozesse
Langfristig soll der Prompt damit zu einem zentralen Einstiegspunkt in die Plattform werden. Benutzer können ihre Absicht in natürlicher Sprache formulieren und erhalten darauf aufbauend Unterstützung bei Analyse, Navigation, Konfiguration und Ausführung.
Ein besonderer Mehrwert entsteht dabei durch die Integration mit angebundenen Fremdsystemen. Insbesondere die Anbindung technischer Systeme wie Datenbanken spielt hier eine entscheidende Rolle. Dadurch kann der Prompt nicht nur auf in XDM vorhandenes Wissen zugreifen, sondern auch Informationen aus externen Systemen einbeziehen, um beispielsweise Tabellenstrukturen zu analysieren und daraus Modellierungsvorschläge oder konkrete Tabellenmodellierungen in XDM abzuleiten.
Dieser Ansatz ergänzt die Weiterentwicklung der Formular-Logik um eine zweite, noch stärker abstrahierende Interaktionsform: Während konfigurierbare Formulare strukturierte und geführte Prozesse für wiederkehrende Anwendungsfälle ermöglichen, eröffnet der zentrale Prompt einen flexiblen Zugang für Analyse, Exploration, Konfiguration und operative Nutzung der Plattform. Damit entwickelt sich XDM schrittweise von einer spezialisierten Testdatenlösung hin zu einer dialogfähigen technischen Plattform für Daten.
4. Roadmap für die nächsten Monate
Für die kommenden Monate zeichnen sich die folgenden strategischen Entwicklungsschwerpunkte ab:
- Ausbau zur flexiblen Datenplattform
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XDM wird in den nächsten Monaten schrittweise von einer vorwiegend relationalen Testdatenlösung zu einer breiter aufgestellten Plattform für Datenbereitstellung, Transformation, Modifikation und Analyse weiterentwickelt.
- Erweiterung von Quellen, Zielen und Formaten
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Im Fokus steht die Unterstützung zusätzlicher Technologien und Formate, darunter NoSQL-Datenbanken, Dateisysteme, Cloud-Speicher, Streaming-Systeme sowie Formate wie JSON, CSV, XML, Avro, Parquet und Protobuf.
- Relationale Integration ins neue Framework
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Die Anbindung relationaler Datenbanken an das neue Framework schafft die Brücke zwischen den bestehenden XDM-Funktionen und der zukünftigen Plattformarchitektur und bildet die Grundlage für weiterführende Analyse- und Generierungsfunktionen.
- Konzeption der IceBox
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Mit der IceBox wird ein Konzept für die Zwischenspeicherung und Wiederverwendung von Datenbeständen entwickelt, um Daten aus unterschiedlichen Quellen flexibel sichern und später erneut nutzen zu können.
- Aufbau des Data Brain
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Das Data Brain erweitert den bisherigen Test Data Finder um ein tieferes Verständnis von Datenstrukturen, Beziehungen, Verteilungen und Auffälligkeiten und schafft damit die Grundlage für intelligente Analyse-, Such- und Generierungsfunktionen.
- Erste KI-gestützte Assistenzfunktionen
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KI soll XDM künftig bei der Suche nach passenden Daten, bei der Modellierung, bei der Erkennung sensibler Daten sowie bei Analyse und Navigation innerhalb der Plattform unterstützen.
- Weiterentwicklung des DataShops
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Der DataShop wird flexibler und benutzerfreundlicher ausgebaut, indem Formularlogik stärker konfigurierbar wird und die Benutzerinteraktion von technischen Verarbeitungsdetails entkoppelt wird.
- Vorbereitung eines Prompt-Zugangs
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Zusätzlich zu klassischen Oberflächen wird ein zentraler Prompt-Zugang vorbereitet, über den Benutzer XDM künftig in natürlicher Sprache für Suche, Analyse, Navigation und Konfiguration nutzen können.
5. Fazit
XDM steht vor dem nächsten Entwicklungsschritt: von einer stark relational geprägten Testdatenplattform hin zu einer vielseitigen, intelligenten und anwenderorientierten Lösung für heterogene Datenlandschaften.
Die künftige Weiterentwicklung konzentriert sich dabei auf vier Kernbereiche:
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Erweiterung der technischen Konnektivität
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Ausbau der Datenintelligenz
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Integration KI-gestützter Assistenzfunktionen
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Modernisierung zentraler Benutzerinteraktionskomponenten wie des DataShops
Mit dieser Ausrichtung wird XDM seine Rolle als Plattform für Testdatenbereitstellung nicht nur sichern, sondern substanziell ausbauen.